Haría

Im Norden Lanzarotes liegt Haría. Es ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Eingebettet in die Berge der nördlichen Gebirgszüge liegt Haría umgeben von zahllosen Palmen. Einer kanarischen Sage zufolge wächst jedes Mal, wenn im Ort ein Mädchen geboren wird, eine neue Palme. Zu den ansonsten auf Lanzarote vorherrschenden trockenen und kargen Lavalandschaften ergibt sich ein malerischer Kontrast. Die kurvenreiche Strecke nach Haría ist ein Abenteuer für sich.
Die Kombination der weiße Architektur mit dem Grün der Palmen und Pflanzen lässt ein wundervolles Panorama entstehen. Abseits des touristischen Trubels an der Küste können Urlauber ihre Reise in wohltuender und gemütlicher Atmosphäre genießen. Noch heute vermitteln die klassizistischen Bauten aus dem 19. Jahrhundert an der Plaza de la Constitución einen Eindruck von Harías  Vergangenheit. Als Folge der letzten Emigrationswelle in den 1950er Jahren stehen aber noch heute einige der Häuser leer. Unweit des Platzes betreibt die Gemeinde ein Zentrum für Kunsthandwerk. Hier im Taller Municipal de Artesania werden Stickereien, Körbe und Umhänge nach alter kanarischer Tradition hergestellt und verkauft. Besonders schön anzusehen ist die Plaza Leon y Castillo. Auf diesem Platz verströmen seinen Schatten spendende Lorbeer- und Eukalyptusbäume einen angenehmen Duft.

Wie viele andere Orte der Insel hatte auch das Dorf Haría im 15. Jahrhundert unter regelmäßigen Piratenüberfällen zu leiden. Heute ist der Ort sicher und ein Magnet für Touristen, die die beeindruckende Schönheit in Wanderungen genießen wollen. Unterkunft lässt sich in Pensionen, Apartments oder auf dem Land in Fincas finden. In mehreren Restaurants und
Tapas
Tapas

Kleine Häppchen als Beilage zum Wein oder Bier. Gereicht werden sie in Tapas-Bars oder Bodegas.

-Bars mit typisch kanarischen Speisen oder internationaler Küche sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
Gefeiert wird in Haría auch. Für die Bewohner der Stadt besonders wichtig sind die Feierlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons San Juan Bautista. Jedes Jahr am 24. Juni zur Sommersonnenwende in der Johannisnacht startet der Festtag mit Trachten- und Musikumzügen, um dann bei Tanz und Gesang weit nach Mitternacht zu enden. Die Erkundung der näheren Umgebung in der Gemeinde Haría lässt sich am besten mit einem Mietwagen gestalten. Verschiedene Sehenswürdigkeiten und einige Strände laden zu Ausflügen ein.
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