Naturkatastrophen im 18. Jahrhundert

Während der Neuzeit fanden die bedeutsamsten vulkanischen Eruptionen auf Lanzarote in den Jahren von 1730 bis 1736 statt. Dabei bildeten sich insgesamt 32 neue Vulkane, aus welchen Lava strömte. Die 2.053 Tage andauernden Vulkanausbrüche prägten nachhaltig das Landschaftsbild der Insel. Etwa ein Viertel (23 %) der Inselfläche war von den Ausbrüchen direkt betroffen.
Das Volumen der heutigen Lavaschicht, welche aus den Jahren von 1730 bis 1736 rührt, wird auf drei bis fünf Kubikkilometer geschätzt. Im Vergleich: Der historische Vesuvausbruch brachte ein Lava-Volumen von fünf Kubikkilometern hervor.
Große Abschnitte der vertrockneten Lava bilden den heutigen Nationalpark Timanfaya, mit seinen unzähligen Feuerbergen (Montañas del Fuego). In der heutzutage ruhig anmutenden Mondlandschaft brodelt es nach wie vor unter der Erde. Knapp unter der Oberfläche beträgt die Temperatur bereits 50 °C, etwas weiter unten sogar 600 °C.
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