Orzola

Das Fischerdorf mit rund 300 Einwohnern liegt im äußersten Norden Lanzarotes am Malpais de la Corona, einer bizarren Lavalandschaft am Fuße des Famara-Gebirges. Die Lavafelder entstanden vor etwa 5.000 Jahren bei einem Vulkanausbruch des Montaña de la Corona.
Tourismus und Fischerei dominieren die Wirtschaft des Ortes. Die traditionelle Verarbeitung zu Trockenfisch wird auch heute noch gepflegt. In unmittelbarer Nähe des Hafens wird der Fang zum Trocknen an eine lange Leine gehängt. Die kleinen Fischrestaurants beziehen ihre Ware oft direkt vom Boot und genießen bei Einheimischen wie Touristen einen hervorragenden Ruf.

Wanderer zieht es vor allem im Frühjahr in die Region um Orzola. Die winterlichen Niederschläge lassen die sonst eher karge Landschaft farbenfroh aufblühen. Eine Fährverbindung nach La Graciosa macht Orzola zum Ausgangspunkt für zahlreiche Tagesausflüge auf die ansonsten touristisch nicht erschlossene Nachbarinsel. Viele Reisende kommen aufgrund der sehr schönen Strände nach Orzola. Der weiße, sehr feine Sand bildet einen schönen Kontrast zu dem sonst schwarzen Lavagestein. Besonders ruhig ist das Wasser in den geschützten Badebuchten, den so genannten Caletones, die südöstlich vom Zentrum liegen. Hier können auch kleinere Kinder gefahrlos im Atlantik baden. Oft ist in den seichten Buchten auch das Wasser etwas wärmer als im offenen Meer. Die nahe Playa de la Canteria ist ein Strand, der sich vor allem bei Wellenreitern großer Beliebtheit erfreut. Eine starke Brandung und tückische Strömungen machen diesen Strand für Familien eher ungeeignet.
Orzola gehört nicht zu den Tourismushochburgen der Insel. In den kleineren Hotels und Pensionen sowie Ferienwohnungen lässt sich so ein entspannter Urlaub verbringen.
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