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La Graciosa

La Graciosa ist eine nördlich gelegene Insel, welche durch die Meeresenge »El Rio« von Lanzarote getrennt wird. Sie hat eine Fläche von 27 km² und stellt somit die größte Insel des Chinijo-Archipels dar. Die Breite des Kanals zwischen den beiden Eilanden beträgt teilweise nur einen km.

Wie alle Inseln des Chinijo-Archipels ist auch La Graciosa ein Naturschutzgebiet und Teil der Gemeinde Teguise. Besucher sollten ihr Verhalten daran anpassen und Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen.

Das Klima auf La Graciosa gestaltet sich angenehm mild. Durch den konstant vorherrschenden Nordostpassatwind liegen die Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. In seltenen windstillen Momenten kann es auch deutlich wärmer werden. Auf La Graciosa existieren keine Quellen und daher auch kein natürliches Wasser. Dieses wird mit einer Pipeline oder von Tankschiffen herangeschafft.

Die vier Vulkangebiete, kombiniert mit wenigen Grünflächen und keinem Baumbewuchs, bilden das natürliche Panorama von La Graciosa. Das Vulkangebiet Las Agujas gilt mit seiner Höhe von 266 m als größte Erhebung der Insel. Die wenigen Menschen, die auf der Insel leben, konzentrieren sich mehrheitlich auf den Ort Caleta del Sebo. Er findet sich an der südlichen Küste.

Asphaltierte Straßen und Autos gibt es auf der kleinen Insel nicht. Lediglich einige Geländewagen von Einheimischen sind derzeit zugelassen. Diese bieten oftmals eine Jeep-Rundfahrt an, bei der Besucher zu einem bestimmten Punkt gebracht und später abgeholt werden.

Anfahrt:

Will man La Graciosa auf eigene Faust erkunden, wählt man entweder das Rad oder geht zu Fuß. Zu diesem Zweck erstrecken sich dort Wanderwege auf einer Gesamtstrecke von 30 km. Beim Gang über die Insel begegnet man einer menschenleeren Umgebung, welche eine einzigartige Idylle darstellt.

Auf dem kleinen Eiland wurde in der Vergangenheit Vieh gehalten, um knapp werdendes Weideland zu kompensieren. Des Weiteren bewahrte man hier verschiedenste Fischarten und Meeresfrüchte, Kaninchen und Gofio-Mehl auf. Bei letzterem handelt es sich um die Grundlage eines landestypischen Gerichts.

Ganz besondere Erlebnisse sind die einsamen Strände, wie zum Beispiel die Playa de las Conchas. Am Fuße des Montaña Bermaja im Nordwesten der Insel liegt dieser weiße Sandstrand. Er ist 400 m lang und kann zu Fuß in etwa ein bis zwei Stunden von Caleta del Sebo aus erreicht werden. Das Schwimmen wird wegen der hiesigen Strömungen als gefährlich eingestuft. Dennoch entfaltet sich das große Entspannungspotenzial der Insel an diesen abgelegenen Stränden. Einige weitere Strände dehnen sich über die Küstenlinien aus.

Die Anreise erfolgt mit der Fähre über Orzolo an der nördlichen Küste Lanzarotes. Sie fährt jeden Tag zwischen 08:00 und 18:30 Uhr mehrmals von Orzola ab. Die Rückfahrten starten in Caleta del Sebo und finden zwischen 07:00 und 17:30 Uhr statt.

Verkehrsmittel auf La Graciosa

Entscheidet man sich gegen eine Wanderung auf La Graciosa, gibt es derzeit drei Möglichkeiten, die Anreise zu bestimmten Stränden oder Orten des Eilands zu verkürzen.

Jeep-Taxi

as Jeep-Taxi bringt Besucher an bestimmte Orte der Insel und holt diese nach Vereinbarung wieder ab. Die Preise für diese Touren sind oftmals sehr hoch, daher empfiehlt es sich, nur mit größeren Gruppen eine Fahrt zu mieten.

Wasser-Taxi

as Wassertaxi fährt mehrmals täglich vom Hafen des Hauptortes Caleta del Sebo ab und bringt Besucher zu den schönsten Stränden der Insel.

Preis: etwa 8 Euro pro Person

Mountainbike-Vermietung

Eine sportliche Alternative stellt das Mountainbike dar. Die Fahrräder können in zwei Geschäften am Hafen des Ortes Caleta del Sebo gemietet werden. Die Mountainbikes, welche man auf der Insel erhält, sind meistens von sehr guter Qualität.

Das Radfahren gestaltet sich stellenweise, aufgrund des weichen Sandes, nicht leicht. Abseits der Wege wird deshalb das Fahren zu einer schwierigen und mühseligen Angelegenheit.