Femés

Im Süden der Insel auf einem Bergsattel des Ajaches-Gebirgszugs liegt dieses kleine Bergdorf. Nördlich vom Dorf steht der 608 m hohe und damit zweithöchste Berg Lanzarotes, der Atalaya de Femés. Von und nach Femés gibt es mehrere Wanderrouten. Bei hohen Temperaturen in den Sommermonaten ist jedoch ein Abstieg an die Küste empfehlenswert.
Seine Existenz verdankt der Ort den häufigen Piratenüberfällen auf die Kirche Iglesia de San Marcial de Rubicón im 15. Jahrhundert, die damals noch auf der Halbinsel Rubicón nah an der Küste stand. Zum besseren Schutz baute man sie im Bereich des heutigen Femés wieder auf, wo sie auch heute noch steht und als strahlend weiße Wallfahrtskirche immer noch den Mittelpunkt des Dorfes bildet.

Einige kleine Restaurants laden Wanderer im Ajaches-Gebirge zu einer Pause ein. Eine Aussichtsplattform bietet einen beeindruckenden Blick auf die Ebene der Halbinsel Rubicón und die Nachbarinseln Fuerteventura und Lobos. Auch wenn die Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, werden im Tal immer noch die wohlschmeckenden kanarischen Kartoffeln und Zwiebeln angebaut. Auch Ziegenzucht und die Herstellung von Ziegenkäse werden durchaus noch praktiziert.
Jedes Jahr am 7. Juli feiert Femés seinen Schutzpatron San Marcial. Die Feierlichkeiten gehören zu den größten religiösen Festen der Insel und dauern mehrere Tage.
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